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Frauenhaus

Kennen Sie das auch?

Sie schämen sich und glauben es wäre Ihre Schuld, dass er laut geworden ist oder sogar zugeschlagen hat?

Kennen Sie das auch? Wenn Sie vom Ehemann, Partner, Freund, Verwandten … geschlagen, beschimpft, gedemütigt, beleidigt, kontrolliert, isoliert, bedrängt werden? Sich hilflos, ängstlich, schutzlos, ohnmächtig, mutlos fühlen?

Das Frauenhaus

Das Frauenhaus bietet Schutz vor Gewalt, vor Bedrohung und vor Ausweglosigkeit in akuten häuslichen Gewaltsituationen. Hier finden Frauen und ihre Kinder eine sichere Unterkunft. Hier können sie Abstand zu dem gewinnen, was sie erlebt haben.

Eine Begrenzung der Aufenthaltsdauer gibt es nicht. Jede Frau kann bleiben, bis sie eine tragfähige neue Perspektive für sich und ihre Kinder gefunden hat.

Das Frauenhaus verfügt über eine barrierefreie Wohnung.

Unsere externen Wohnungen können insbesondere auch Frauen mit Söhnen ab 15 Jahren nutzen.

Wie komme ich ins Frauenhaus?

Rufen Sie an. Telefon: 0621 744242

Die Aufnahme ist Tag und Nacht möglich, unabhängig von Ihrer Konfession, Ihrem Einkommen oder Ihrer Nationalität.

Sie werden von uns an einem vereinbarten Treffpunkt abgeholt und in das Frauenhaus gebracht. Wenn alle Zimmer in unserem Frauenhaus belegt sein sollten, werden wir Ihnen Telefonnummern von umliegenden Frauenhäusern geben.

Was muss ich mitbringen?

Wenn möglich sollten Sie folgendes mitnehmen:

  • Geld, Sparbücher
  • Ausweis
  • Versicherungskarte
  • Heirats- und Geburtsurkunde
  • Kindergeldnummer
  • Lohnsteuerkarte
  • Gehaltsbescheinigung vom Mann
  • Mietvertrag
  • Alle Papiere und Zeugnisse auf ihren Namen im Original
  • Nachweis gemeinsamer und/oder eigener Schulden
  • Lebensmittel

Für die Kinder:

  • Geburtsurkunde
  • Kinderpass
  • Versicherungskarte
  • Impfpass
  • Schulzeugnisse
  • Schulsachen
  • Sparbuch

Leben und Alltag im Frauenhaus

Blick durch einen Rosenbogen auf den Hof. Dort ist viel Grün und Bäume, Sitzgelegenheiten, ein Spielhaus und ein Sandkasten.

Die Frauen leben für sich und ihre Kinder selbstbestimmt und eigenverantwortlich.

Jeder Frau steht mit ihren Kindern ein eigenes möbliertes Zimmer zur Verfügung; Küche, Bad und WC einer Wohneinheit werden gemeinsam mit einer anderen Bewohnerin und deren Kinder genutzt.

Jeder Frau und ihren Kindern steht für die gesamte Aufenthaltsdauer eine Sozialpädagogin des Frauenhauses als Beraterin und Betreuerin zur Verfügung.

Das gemeinschaftliche Leben im Frauenhaus wird durch Hausregeln unterstützt.

Angebote für Frauen und Kinder im Frauenhaus

Angebote für Frauen

  • Individuelle Hilfestellung bei der Lösung persönlicher Probleme, bei der Klärung rechtlicher Fragen und der Klärung finanzieller Absicherung
  • Einzelgespräche über die erlebte Gewaltsituation
  • Hilfe bei der Verarbeitung von Gewalt und Bedrohung
  • Unterstützung bei der Planung und Gestaltung einer gewaltfreien Lebensperspektive
  • Beratung und Unterstützung bei Fragen beruflicher Perspektiven
  • Hilfe in Erziehungsfragen
  • Telefonische Beratung für Frauen, die Opfer von Stalking geworden sind
  • Themenspezifische Gruppenangebote
  • Freizeit Aktivitäten

Angebote für Kinder und Jugendliche

  • Hilfe bei der Verarbeitung von Gewalterlebnissen
  • Pädagogisch betreute Kindergruppen
  • Spiel- und Freizeitaktivitäten
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Integration in Kinderbetreuugseinrichtungen und Schule
  • Spezielle Mädchen- und Jungenarbeit

Angebote für Paare/Eltern

Beratungen für gewaltfreie Partnerschaft

Paare erhalten Unterstützung und Hilfe bei der Beendigung jeglicher Formen von häuslicher Gewalt sowie Beendigung der Mitbetroffenheit der Kinder. Paare werden dabei unterstützt, die Qualität ihrer Beziehung zu verbessern, unabhängig davon, ob sie sich für eine gemeinsame oder eine getrennte Zukunft entscheiden.

Der Kinderbereich

Kindersitzgruppe mit Spielküche und Spielhaus

Der Mannheimer Frauenhaus e.V. ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Die vordringlichste Aufgabe im Frauenhaus ist der Schutz der Mädchen und Jungen, die mit ihren Müttern im Frauenhaus Zuflucht finden. Darüber hinaus sollen die Kinder aber so früh wie möglich einen kindgerechten Alltag leben können. Dazu gehört die möglichst schnelle Unterbringung im Kindergarten oder in der Schule, die Unterstützung der Mutter bei der Suche nach Freizeitangeboten (Sportverein etc.), das Angebot von Hausaufgabenhilfe und die Möglichkeit der Arbeit am PC.

Eine psychosoziale Betreuung steht auch für die Mädchen und Jungen zur Verfügung. Im Kinderbereich finden sie altersgerechtes Spielzeug; außerdem gibt es geschlechtsspezifische Spiel- und Freizeitangebote.

Verlässlichkeit, Ansprechbarkeit und Kontinuität

Das ist es, was die Kinder zuallererst benötigen, wenn sie mit ihren Müttern ins Frauenhaus kommen.

Um Ihnen das Ankommen zu erleichtern, ist im Kinderbereich eine Kinderpflegerin für die Kinder da. Sie wird unterstützt von einem männlichen und weiblichen Honorar-kräften.

In dem speziell für die Kinder eingerichteten Bereich, ausgestattet mit altersgerechtem Spielzeug, sorgen sie dafür, dass die Kinder sich wohl fühlen und mit regelmäßigen Angeboten, sowohl in den Vormittagsstunden als auch am Nachmittag, betreut werden.

Spiel-, Sing- und Bastelangebote für die Kleinsten, Hausaufgabenbetreuung, geschlechtsspezifische Spiel- und Freizeitangebote in jeder Form, ob gemeinsames Werken oder Ausflüge für die schon größeren Kinder sind ein fester Bestandteil der Arbeit im Kinderbereich.

Behindertengerechte Wohnung

Rampe führt zur barriefreien Wohnung im Anbau

Das Frauenhaus des Mannheimer Frauenhaus e.V. ist eines der wenigen Häuser in Baden-Württemberg, die über eine barrierefreie Wohnung verfügen.

Sie ist in einem separaten Anbau untergebracht und ebenerdig über eine Rampe mit geringer Steigung zugänglich.

Die gesamte Ausstattung ist barrierefrei, die Wohnung ist gleichermaßen für Frauen wie auch für Kinder mit Behinderung geeignet.

Schutzwohnungen

Neben den Wohnungen im Frauenhaus verfügt der Verein über weitere Wohnungen außerhalb. Hier können zum Beispiel Frauen wohnen, die ältere Söhne mitbringen. Im Frauenhaus dürfen nur Jungen bis 14 Jahren wohnen. Es kann aber zahlreiche andere Gründe geben, warum eine Frau mit ihren Kindern besser außerhalb des Frauenhauses untergebracht ist. Die Bewohnerinnen werden durch das Beratungszentrum FIZ des Vereins betreut.